Fünf Burgen in Portugal für einen Besuch in diesem Sommer

Entdecken Sie fünf Burgen in Portugal auf einer Reise durch das kulturelle Erbe des Landes und erleben Sie Kultur, Natur und Abenteuer.
Schlösser in Portugal, die man diesen Sommer besuchen kann
Schloss Óbidos. Diego Delso, CC BY-SA 4.0 Creative commons

An einem klaren Tag auf eine Burgmauer zu steigen, die warme Brise zu spüren und den Blick über die weite, offene Landschaft schweifen zu lassen, hat etwas ganz Besonderes. Im Sommer entfalten die Burgen Portugals einen ganz neuen Charme und werden zu natürlichen Aussichtspunkten, eindrucksvollen Fotomotiven und Orten, an denen Geschichte und Landschaft aufeinandertreffen.

Diese fünf Festungen heben sich landesweit nicht nur durch ihre historische Bedeutung hervor, sondern auch durch ihre Merkmale und Geschichte, die verdeutlichen, warum sie bis heute die Identität ihrer Regionen prägen.

Burg Almourol: Die Insel, auf der eine Legende begann

Schloss Almourol
Wikimedia commons

Die Reise nach Almourol beginnt am Ufer des Flusses Tejo. Das Boot legt langsam ab, und während sich das Wasser um Sie herum weitet, taucht die Silhouette der Burg auf: abgelegen, imposant, fast wie aus einem Film.

Sie wurde im 12. Jahrhundert von den Tempelrittern wieder aufgebaut und bildete während der Reconquista einen Teil der Verteidigungslinie entlang des Tejo. Doch nicht nur die Geschichte hinterlässt einen bleibenden Eindruck, sondern auch die Lage selbst. Da sie von Wasser umgeben ist, lässt sich leicht nachvollziehen, warum sie nach wie vor zu den bekanntesten Burgen Portugals zählt.

Wussten Sie schon? Das mittelalterliche Erscheinungsbild, das man heute sieht, ist das Ergebnis späterer Restaurierungsarbeiten, deren Ziel es war, eine Ästhetik wiederherzustellen, die von der Vergangenheit der Tempelritter inspiriert ist.

Burg Monsaraz: Majestätische Stille über dem Alentejo

Schloss Monsaraz
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Wenn man nach Monsaraz hinaufgeht, hat man das Gefühl, in eine alte Postkarte einzutauchen. Weiß getünchte Straßen, blau gestrichene Türen und, am höchsten Punkt, die Burgmauern, die über die Ebene wachen.

Über Jahrhunderte hinweg spielte die Burg eine strategische Rolle bei der Verteidigung der Grenze. Heute zählt sie zu den eindrucksvollsten Orten, um den Sonnenuntergang zu beobachten im Alentejo, insbesondere im Sommer, wenn der Alqueva-Stausee goldene und rosafarbene Reflexe über die Landschaft wirft.

Wussten Sie schon? Im 19. Jahrhundert waren mehrere Bereiche des Baus im Inneren verfallen und wurden später restauriert, was die Mischung aus ursprünglichen Überresten und neueren Eingriffen erklärt.

Wussten Sie schon? Im 19. Jahrhundert waren mehrere innere Bauwerke verfallen und wurden später restauriert, was die Mischung aus ursprünglichen Überresten und neueren Bauten erklärt.

Burg Sortelha: Wo die Steine Geschichten erzählen

Schloss Sortelha
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In Sortelha ticken die Uhren langsamer. Häuser aus Stein verschmelzen mit den natürlichen Felsformationen, und die Burg scheint direkt aus dem Granit emporzusteigen.

Der Ort wurde Anfang des 13. Jahrhunderts gegründet und gehört heute zum Netzwerk der historischen Dörfer Portugals. Ein Spaziergang entlang der Festungsmauern fühlt sich an wie eine Reise durch eine Landschaft, die sich über die Zeit kaum verändert hat. Hinter jeder Kurve eröffnet sich ein neuer Blick über das Tal. Sortelha ist ein eher unscheinbares Reiseziel, was es vielleicht gerade deshalb so beeindruckend macht.

Wussten Sie schon? Die Festung erstreckt sich über rund 670 Quadratmeter und bildet eine kompakte Zitadelle, die völlig an die natürliche Umgebung angepasst ist.

Burg Silves: Die rote Festung des Südens

Schloss Silves
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An der Algarve, fernab der Strände, erhebt sich eine Burg, welche die Erinnerung an die islamische Zeit der Region bewahrt. Sie thront über der Stadt Silves und besticht durch ihre rötlichen Sandsteinmauern, die in der Sommersonne erstrahlen.

Bei einem Spaziergang durch die Festungsanlage spürt man deutlich die verschiedenen Einflüsse der Kulturen, Eroberungen und Wandlungen, die den Süden Portugals geprägt haben. Dies ist ein Ort, an dem die Vergangenheit des Landes besonders greifbar wird.

Wussten Sie schon? Der rötliche Farbton der Mauern stammt Sandstein aus der Gegend und der beim Bau verwendet wurde – ein Merkmal, das diese Burg von anderen in Portugal unterscheidet.

Burg Bragança: Eine seltene Zitadelle

Im Nordosten von Trás-os-Montes liegt befindet sich die Burg Bragança, die zu einer der am besten erhaltenen mittelalterlichen Zitadellen des Landes gehört. Innerhalb ihrer Mauern herrscht eine ruhige und beschauliche Atmosphäre.

Unter den Gebäuden sticht der Domus Municipalis hervor, die seit 1910 als Nationaldenkmal eingestuft ist. Es handelt sich um einen jener Orte, der Erstbesucher auf subtile Weise überrascht.

Wussten Sie schon? Der Domus Municipalis gilt als das einzige erhaltene Beispiel romanischer Zivilarchitektur in Portugal, was den Komplex zu einer besonderen Rarität macht.

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