Die Algarve ist seit jeher eine beliebte Gegend für den Zweitwohnsitz und bleibt die Region in Portugal, in der die Nachfrage nach Ferienimmobilien am größten ist. Zudem bietet die Algarve größte Vielfalt an Wohnorten, wodurch sie ein breites Spektrum an Käufern – sowohl aus dem Inland als auch aus dem Ausland – anzieht.
Laut dem Marktbericht Portugal 2025–2026 von Engel & Völkers zeichnen sich Quinta do Lago und Vale do Lobo durch ihre Exklusivität aus, wobei 60 % der Käufe auf Zweitwohnungen entfallen.
Diese Gegenden ziehen vorwiegend internationale Käufer an (80 %), insbesondere aus Großbritannien und Irland. Trotz der hohen Preise, die 13.000 Euro pro m² übersteigen können, werden die meisten Käufe ohne Bankfinanzierung abgewickelt.
In Vilamoura verzeichnete Engel & Völkers im vergangenen Jahr eine Preissteigerung von über 106,2 %. Dies spiegelt den Mix aus Premium-Immobilien wider, darunter Villen mit Swimmingpool und Meerblick sowie Apartments in der Nähe von Golfplätzen, welche die Nachfrage nach Zweitwohnungen und Anlageobjekten dominieren.
In Albufeira und Carvoeiro ist das Ungleichgewicht hingegen deutlich größer, da hier die saisonale Nutzung der Immobilien im Vordergrund steht. In diesen Gegenden entfallen 43 % der Käufe auf Zweitwohnungen und über 36 % auf Kapitalanlagen, während Immobilien als Haupt- und Dauerwohnsitz mit nur 21 % einen deutlich geringeren Anteil ausmachen.
Die Wachstumsmärkte Comporta und Oeste
Außerhalb der Algarve gewinnen zwei aufstrebende Märkte im Segment der Zweitwohnungen an Bedeutung: Comporta und die Region Oeste. Faktoren wie eine dezente, auf unaufdringlichen Luxus ausgerichtete Architektur, die durch Umweltauflagen bedingte Knappheit an Wohnraum und die Nähe zu Lissabon stützen die Nachfrage nach Zweitwohnungen und Kapitalanlagen in Comporta. In Alcácer do Sal stiegen die Transaktionen bis 2025 um 12,3 %.
Auch in der Region Oeste steigt das Interesse an Zweitwohnungen, und 40 % der Käufe fallen in diese Kategorie. Die Käufer sind überwiegend international (55 %), wobei amerikanische, französische und deutsche Käufer besonders hervorstechen. Laut Engel & Völkers liegt der durchschnittliche Quadratmeterpreis hier bei 3.103 Euro.
Auch wenn der Anteil an Immobilien fürs dauerhafte Wohnen in Cascais höher ist, bleibt der Markt dort dennoch von großer Bedeutung für das Segment der Zweitwohnungen.
In einer Stellungnahme stellt Margarita Oltra, Regionalmanagerin bei Engel & Völkers, fest: „Der Zweitwohnungsmarkt in Portugal zeigt sich weiterhin sehr widerstandsfähig.“ Sie hebt die Algarve hervor, die nach wie vor „der wichtigste Maßstab“ sei, obwohl das Land derzeit „in Gegenden wie Comporta und Oeste eine wachsende Dynamik verzeichnet, die vor allem darauf zurückzuführen ist, dass Käufer dem Lebensstil einen höheren Stellenwert einräumen“.
„Dieser Faktor spielt bei der Wahl des Standorts für ein Zweitwohnsitz eine immer wichtigere Rolle. Das Wachstum in Regionen, die als Alternative zur Algarve dienen, stärkt die Attraktivität des Landes für internationale Käufer und zieht zusätzlich inländische Käufer an“, fasst sie zusammen.
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