Portugal hat die Ausschreibung für die zweite öffentlich-private Partnerschaft der Hochgeschwindigkeitsstrecke Porto–Lissabon für den Abschnitt Oiã–Soure gestartet. Laut Infraestruturas de Portugal (IP) markiert das Projekt „eine neue konkrete Phase“ im Ausbau des nationalen Schienennetzes.
Die Investition in Höhe von 2,4 Milliarden Euro umfasst eine 60 km neue Hochgeschwindigkeitsstrecke, 18 km Anschlüsse an das bestehende Streckennetz sowie 30 Jahre Entwicklung und Betriebsbereitschaft. Die maximal genehmigten Kosten belaufen sich auf 1,603 Milliarden Euro, die Zahlungen sind zwischen 2026 und 2056 geplant.
Das Projekt soll bis 2050 rund fünf Millionen Tonnen CO₂ einsparen, indem der Personen- und Güterverkehr von Straße und Luft auf die Schiene verlagert wird. Geplant sind bis zu 60 tägliche Verbindungen, und der Gütertransport könnte um mehr als acht Millionen Tonnen steigen.
Die Hochgeschwindigkeitsstrecke Porto–Lissabon wird im Rahmen von drei öffentlich-privaten Partnerschaften entwickelt, wobei der erste Abschnitt (Porto–Oiã) bereits vergeben ist und die Ausschreibung für den dritten Abschnitt (Soure–Carregado) in der ersten Hälfte des Jahres 2026 erfolgen soll. Die Arbeiten an der Strecke Lissabon–Madrid, einschließlich der dritten Tejo-Überquerung, schreiten ebenfalls voran.
Infrastrukturminister Miguel Pinto Luz bezeichnete das Projekt als „strategische Vision“ und betonte das Vertrauen Portugals in die nationalen Ingenieursleistungen und Unternehmen, es umzusetzen.