Der Zugang zu Wohnraum in Portugal wird zunehmend schwieriger, da die Immobilienpreise Rekordwerte erreichen, während die Löhne nicht Schritt halten können. Diese Situation betrifft jedoch nicht das gesamte Land. Im Landesinneren gibt es Gemeinden, in denen der Kauf einer Immobilie weniger als 35.000 Euro kosten kann.
Die neuesten Daten des Nationalen Statistikinstituts (INE) zeigen, dass der Durchschnittspreis bei Immobilien zum Verkauf in Portugal in den zwölf Monaten bis Juni 2025 bei 1.923 Euro pro Quadratmeter (€/m²) lag, was einem Anstieg von 15,8 % innerhalb eines Jahres entspricht. Bei genauerer Betrachtung der 304 Gemeinden, für die Daten verfügbar sind, wird jedoch deutlich, dass nur 52 Gemeinden Preise aufweisen, die dem nationalen Durchschnitt entsprechen oder darüber liegen.
Daher ist es in den meisten portugiesischen Gemeinden möglich, eine 100 Quadratmeter (m²) große Immobilie für unter 192.300 Euro (nationaler Durchschnittspreis) zu erwerben. Je weiter man ins Landesinnere vordringt, desto größer werden die Unterschiede bei den Immobilienpreisen.
In diesen 10 Städten in Portugal ist der Immobilienkauf am günstigsten
Im Landesinneren liegen die zehn günstigsten Gemeinden für den Immobilienkauf in Portugal, verteilt auf sieben Distrikte: Bragança, Vila Real, Guarda, Viseu, Castelo Branco, Coimbra und Santarém.
Figueira de Castelo Rodrigo im Distrikt Guarda ist erneut die günstigste Gemeinde des Landes für den Immobilienkauf. Hier lag der Durchschnittspreis für Immobilien zum Verkauf in den zwölf Monaten bis Juni 2025 bei nur 203 €/m². Das bedeutet, dass ein 100 m² großes Haus für 20.300 Euro verkauft wurde.
An zweiter Stelle steht Sernancelhe im Distrikt Viseu (264 €/m²), gefolgt von Almeida in Guarda (296 €/m²) und Vimioso in Bragança (299 €/m²). Diese vier Gemeinden sind laut den Ende Oktober veröffentlichten INE-Daten die einzigen, in denen es möglich ist, ein 100 m² großes Haus für weniger als 30.000 Euro zu erwerben.
Durch eine leichte Anhebung der Preisschwelle auf 35.000 Euro werden auch Pampilhosa da Serra, Mação, Vinhais, Manteigas, Idanha-a-Nova und Mesão Frio in die Liste der zehn günstigsten Gemeinden für den Immobilienkauf aufgenommen. In Vila Velha de Ródão und Torre de Moncorvo wurden in diesem Zeitraum ebenfalls Immobilien für unter 35.000 Euro verkauft.
Die 10 Städte mit den höchsten Immobilienpreisen des Landes
Die zehn teuersten Gemeinden des Landes für den Immobilienkauf konzentrieren sich auf nur vier Gebiete: Lissabon, Faro, Porto und Madeira. Dies sind die einzigen Gemeinden des Landes, in denen die Immobilienpreise bei 3.000 €/m² beginnen.
Zwei Gemeinden stechen besonders hervor, da die Preise für ein 100 m² großes Haus dort 400.000 Euro übersteigen und sie damit zu den teuersten des Landes zählen: Es handelt sich um Lissabon (4.525 €/m²) und Cascais (4.267 €/m²), wie aus denselben Daten hervorgeht. Es folgt Oeiras, wo Immobilien zu einem Durchschnittspreis von 3.802 €/m² verkauft wurden.
Der Distrikt Lissabon dominiert die ersten drei Plätze. Allerdings ist Faro in dieser Rangliste am stärksten vertreten, mit fünf Gemeinden unter den teuersten Immobilienmärkten: Loulé, Lagos, Aljezur, Albufeira und Vila do Bispo, in dieser Reihenfolge.
Außerhalb des Großraums Lissabon und der Algarve gibt es nur zwei teure Gemeinden: Funchal auf der Insel Madeira (3.205 €/m²) und Porto (3.060 €/m²).