Laut Eurostat stiegen die Immobilienpreise in Portugal im dritten Quartal 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 17,7 % und verzeichneten damit den zweithöchsten Anstieg in der Europäischen Union. Dieser starke Anstieg liegt deutlich über dem Durchschnitt der Eurozone von 5,1 % und dem EU-Durchschnitt von 5,5 % und unterstreicht die anhaltende Stärke des portugiesischen Immobilienmarktes.
Im Vergleich zum Vorquartal stiegen die Immobilienpreise in Portugal von Juli bis September 2025 um 4,1 %. Dies ist das dritthöchste Quartalswachstum aller EU-Länder. Im Gegensatz dazu legten die Durchschnittswerte der Eurozone und der EU im gleichen Zeitraum jeweils um 1,6 % zu.
Unter den EU-Mitgliedstaaten verzeichneten Ungarn (21,1 %) und Bulgarien (15,4 %) die größten jährlichen Zuwächse, während Finnland als einziges Land einen Rückgang der Immobilienpreise (-3,1 %) hinnehmen musste. Im Quartalsvergleich zählte Portugal erneut zu den Spitzenreitern, zusammen mit Lettland (5,2 %) und der Slowakei (4,9 %).
Der portugiesische Immobilienmarkt hat langfristig ein bemerkenswertes Wachstum verzeichnet. Seit 2015 sind die Immobilienpreise im Land um 169 % gestiegen und haben sich damit innerhalb von nur zehn Jahren mehr als verdoppelt. Dies ist der größte Anstieg aller EU-Länder, noch vor Litauen (162 %) und Bulgarien (156 %). Lediglich in Ungarn stiegen die Preise im gleichen Zeitraum um 275 % noch stärker.
Die Zahlen unterstreichen Portugals anhaltende Attraktivität für inländische Käufer und internationale Investoren. Die starke Nachfrage, das begrenzte Angebot und die günstigen Finanzierungsbedingungen treiben die Immobilienpreise weiter in die Höhe, insbesondere in Lissabon, Porto und den beliebten Küstenregionen.