Portugal verzeichnet seit 2020 den zweitgrößten Anstieg der Immobilienpreise in der EU (24,1 %), nur übertroffen von Griechenland (29 %). Gleichzeitig zählt das Land laut den neuesten Daten von Pordata weiterhin zu den EU-Mitgliedstaaten mit geringer Kaufkraft.
Wohnkosten und Kaufkraft
Obwohl die Lebenshaltungskosten in Portugal unter dem EU-Durchschnitt liegen – das Land rangiert auf Platz 17 der Länder mit den günstigsten Preisen für einen Warenkorb mit Grundnahrungsmitteln –, ist die Kaufkraft der Bevölkerung die sechstniedrigste in der EU.
Pordata berechnet, dass das durchschnittliche Jahreseinkommen in Portugal im Jahr 2023 (1.053,90 € pro Monat) einer Person den Kauf von umgerechnet 11 Warenkörben mit Grundnahrungsmitteln ermöglichen würde. Das ist weit weniger als die 24 Warenkörbe, die sich ein durchschnittlicher Luxemburger leisten könnte.
So schneidet Portugal im Vergleich innerhalb der EU ab
- Anstieg der Immobilienpreise: 24,1 % (Platz 2 in der EU, nach Griechenland mit 29 %)
- Niedrigste Immobilienpreise: Größte Preissenkungen in Finnland (-16,3 % gegenüber 2020)
- Arbeitsproduktivität: Platz 19 in der EU (47.700 € Beitrag pro Arbeitnehmer im Jahr 2024)
- Wirtschaftswachstum: Das BIP pro Kopf stieg nominal um 40 % und real um 10 % (sechsthöchster Wert in der EU).
Umwelt und Recycling
Portugal ist das Land mit den drittniedrigsten Treibhausgasemissionen in Europa (4,8 Tonnen pro Person), belegt aber beim städtischen Abfallrecycling den siebtletzten Platz mit einer Recyclingquote von 30,7 %. Dies entspricht weniger als der Hälfte der Quote Deutschlands (68,7 %) oder Österreichs (62,8 %).
Über die Daten
Die Informationen stammen von einer interaktiven Plattform, die von Pordata am 23. Februar 2026 auf Basis von Eurostat-Statistiken gestartet wurde. Sie vergleicht alle 27 EU-Mitgliedstaaten hinsichtlich Bevölkerung, Wirtschaft, Lebenshaltungskosten und Einkommen, Energie und Umwelt.
Die Plattform feiert außerdem das 40-jährige Jubiläum des Beitritts Portugals zur Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) im Januar 1986.




