Die Zinssätze für Hypotheken in Portugal erreichen neue Tiefstwerte

Ein Anstieg der Hypothekenstundungen hat zu einem Rückgang der Hypothekenzinsen geführt

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Foto von Ussama Azam auf Unsplash
30 Juni 2020, Redaktion

Nach der COVID-19-Pandemie folgen die Zinssätze für Hypotheken in Portugal einem Abwärtstrend und erreichten im Mai den niedrigsten Wert seit mindestens Anfang 2009, dem Datum, an dem die historische Abfolge des portugiesischen Statistikinstituts INE beginnt. Der Rückgang im letzten Monat (ein ähnlicher Trend wie im April) ist auf die Stundung der Darlehenszahlungen zurückzuführen, aufgrundderen die Ratenzahlungen bis März 2021 ganz oder teilweise ausgesetzt werden. Diese Stundung gilt für die monatliche Raten von Familien mit Wohnbaukrediten und wurde von Tausenden von Portugiesen aufgrund der Coronakrise in Anspruch genommen.

Der Zinssatz wurde im Mai auf 0,903% festgesetzt, was einem Rückgang von 4,4 Basispunkten gegenüber dem Vormonat (0,947%) entspricht. Berücksichtigt man nur die in den letzten drei Monaten unterzeichneten Darlehensverträge für den Kauf von Immobilien, so war auch ein Rückgang der historischen Tiefststände zu verzeichnen. Die Rate fiel von 0,891% im April auf 0,845% im Mai.

Der durchschnittliche Ratenwert fiel im Mai auf 227 Euro (ein monatlicher Rückgang um 10 Euro und ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr um 19 Euro). Von diesem Betrag entsprachen 41 Euro (18%) Zinszahlungen und 186 Euro (82%) dem amortisierten Kapital. Bei den im letzten Quartal unterzeichneten Verträgen sank die durchschnittliche Rate auf 258 Euro.

„Die im April und Mai beobachteten Senkungen der Zinssätze sowie der durchschnittlichen monatlichen Rate können mit Änderungen verbunden sein, die sich aus den Stundungen“, erklärt das INE.

Ausstehende Beträge

Der gegenteilige Effekt ist bei den ausstehenden Darlehensbeträgen zu spüren, die im vergangenen Monat ebenfalls aufgrund von Stundungen einen bemerkenswerten Anstieg verzeichneten. Dies liegt daran, dass diejenigen, die die Stundung der Darlehenszahlungen beantragen, kurzfristig die Ratenzahlungen verringern oder aussetzen können, was sich jedoch wiederum auf den ausstehenden Betrag auswirkt.

Im Mai stieg das durchschnittlich ausstehende Kapital aller Darlehen laut dem INE gegenüber dem Vormonat um 124 Euro und gegenüber Mai 2019 um 1.230 Euro auf 54.010 Euro. Bei den in den letzten drei Monaten gewährten Hypotheken betrug der durchschnittliche ausstehende Kapitalbetrag 108.189 Euro, 302 Euro mehr als im April.

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