Coronavirus: Hohe Geldstrafen bei Nichttragen von Gesichtsmasken in Portugal

Die Bußgelder bei Nichtbefolgen der Corona-Beschränkungen wurden im Zuge des neuen Alarmzustands verdoppelt

Gesichtsmasken sind in Portugal obligatorisch
Gesichtsmasken sind in Portugal obligatorisch / Foto von Vera Davidova auf Unsplash
18 Januar 2021, Redaktion

Seit April 2020 besteht in Portugal eine allgemeine Maskenpflicht in allen öffentlichen Bereichen, einschließlich öffentlicher Verkehrsmittel, Ausstellungsgelände, Gewerbeflächen, öffentlicher Straßen und Arbeitsplätze. Trotz zahlreicher Warnungen und des erneuten Anstiegs der Neuinfektionen haben die Verstöße gegen die Maskenpflicht jedoch weiter zugenommen. Vor diesem Hintergrund hat die portugiesische Regierung beschlossen, höhere Geldstrafen bei Nichttragen eines Mund-Nasen-Schutzes zu verhängen. Der portugiesische Ministerpräsident António Costa erklärte, dass die Bußgelder erhöht werden müssten, „um zu zeigen, dass wir uns stärker anstrengen müssen“. Wer in Portugal ohne Gesichtsmaske unterwegs ist, kann nun mit einem Bußgeld von bis zu 1.000 Euro geahndet werden.

Bisher lagen die Geldstrafen für das Nicht-Tragen einer Gesichtsmaske in Portugal zwischen 100 und 500 Euro. Nun wird die Höhe der Bußgelder verdoppelt, so dass die neuen Geldstrafen für das Nicht-Tragen einer Maske zwischen 200 und 1.000 Euro liegen.

Allerdings sind die Geldbußen bei Nichtbeachten der Maskenpflicht nicht die einzigen, die erhöht werden. Um die Corona-Pandemie unter Kontrolle zu bekommen, sind alle Bußgelder verdoppelt worden. Diese Erhöhung ist am 15. Januar in Kraft getreten. „Alle Geldbußen wurden verdoppelt, um ein klares Signal dafür zu senden, dass wir unsere Anstrengungen verstärken müssen“, so der Premierminister bei der Vorstellung der Regelungen im portugiesischen Parlament.

Wenn Sie planen, nach Portugal zu reisen, selbst wenn Sie in Portugal ansässig sind, beachten Sie, dass auch Geldstrafen verhängt werden, wenn Sie keinen negativen Corona-Test vorlegen können. Nach Angaben der portugiesischen Behörden reisen täglich mehr als 100 portugiesische Staatsbürger oder in Portugal lebende Personen ein, ohne einen entsprechenden keinen Test am Flughafen vorzulegen. Dies wird jetzt mit Geldstrafen von 300 bis 800 Euro geahndet.

Telearbeit ist in Portugal ab sofort ebenfalls obligatorisch. Bei Nichteinhaltung der Arbeit aus dem Homeoffice liegen die Geldbußen sogar noch höher und können 60.000 Euro überschreiten. „Wie im März und April 2020 wird die Telearbeit ohne Vereinbarung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer eingeführt. Die Arbeit aus dem Homeoffice ist obligatorisch und zwingend einzuhalten“, erklärt António Costa und betont, dass die Verwaltung ab dem 15. Januar 2021 Verstöße gegen das Gebot der Telearbeit als „sehr schwerwiegend“ erachtet werden.

Wenn die portugiesische Behörde für Arbeitsbedingungen (ACT) der Ansicht ist, dass ein Arbeitnehmer Anspruch auf Telearbeit hat und die Regelung nicht eingehalten wird, wird dies als schwerwiegender Verstoß erachtet und zieht Geldstrafen zwischen 612 und 9.692 Euro nach sich. Als sehr schwerwiegende Straftat könnten Bußgelder zwischen 2.040 und 61.200 Euro verhängt werden. Der Unterschied hängt von zwei Faktoren ab: der Fluktuation des Arbeitgebers sowie davon, ob die Zuwiderhandlung vorsätzlich oder fahrlässig begangen wurde.

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