Portugiesische Weihnachtstraditionen, die Sie kennen sollten

Lesen Sie alles über diese portugiesischen Weihnachtstraditionen / Gtres
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8 Dezember 2020, Marilia Poiares

In Portugal gibt es verschiedene Weihnachtstraditionen, vom traditionellen Weihnachtsbaum bis hin zu großen Lagerfeuern, Masken, Kastanien und sogar Bananen. Heute erzählen wir Ihnen alles über diese typisch portugiesischen Traditionen, die jedes zu Weihnachten begangen werden.

Hier erzählen wir Ihnen alles, was Sie zu Weihnachten in Portugal wissen sollten:

Feliz Natal - Frohe Weihnachten

Wenn Sie Weihnachten oder „Natal“ in Portugal verbringen, müssen Sie natürlich wissen, wie man im lokalen Jargon allen ein frohes Weihnachtsfest wünscht. Fröhliche Weihnachten wird im Portugiesischen mit „Feliz Natal“ übersetzt, und obwohl dies die gebräuchlichste Art und Weise ist, Ihre Weihnachtsgrüße auszudrücken, können Sie auch „boas festas“ sagen. Dies bedeutet wörtlich „frohe Feiertage“ und bezieht sich auf Weihnachten und das neue Jahr.

Bananeiro de Braga (Bananenbaum von Braga)

Hierbei handelt es sich um eine relativ moderne Tradition, die vor 40 Jahren begann, als sich mehrere Freunde am 4. Dezember in einer alten Taverne namens Casa das Bananas in Braga trafen. Die Idee war, allen „Frohe Weihnachten“ zu wünschen und ein Glas Moscatel de Setúbal zu trinken, begleitet von einer Banane.

Die Taverne war früher einmal ein Obstlager. Deshalb entschieden sich der Besitzer und sein Sohn dazu, ihren Schnaps mit einer Banane zu servieren, um so beide Seiten des Geschäfts miteinander zu verbinden.

Heutzutage versammeln sich die Einwohner Bragas jeden 24. Dezember in der Kneipe, um im „Casa das Bananas“ oder „Bananeiro“, wie viele die Kneipe nennen, ein Glas Moscatel und eine Banane in der Bar zu sich zu nehmen.

Madeiros (Lagerfeuer)

Bei den Madeiros, Madeiros de Natal oder Fogueiras do Galo handelt es sich um große Lagerfeuer, die an Heiligabend stattfinden. Normalerweise werden sie nach der Christmette um Mitternacht angezündet und brennen die ganze Nacht über durch.

Diese alte Tradition wird in den Städten im Norden und im Zentrum Portugals beobachten, vor allem in den Städten im Landesinneren.

Die gigantischen Feuer sind eine Art, die Sonne zu feiern und zu begrüßen, im Einklang mit den alten heidnischen Feiern zu Ehren der Wintersonnenwende.

Caretos de Varge

Die Caretos de Varge sind Teil einer alten Tradition in Trás-os-Montes, insbesondere in der Stadt Varge, die die Wintersonnenwende feiert.

Die männlichen Dorfeinwohner, die Single sind, treffen sich am 24. Dezember, um alles für den Weihnachtstag vorzubereiten. Am 25. Dezember laufen sie als Caretos mit heidnischen Masken verkleidet durch die Stadt, springen und schreien, um Chaos zu schaffen und den Eindruck zu verschaffen, dass die Kälte verschwindet. Während diesen Spektakels singen sie „Loas“-Lieder, in denen sie sich über die Dorfbewohner lustig machen und sie kritisieren. Außerdem ziehen sie von Haus zu Haus und erhalten bei jedem Besuch etwas zu essen. Am Ende des Tages findet ein Wettrennen statt, das mit einem gemeinsamen Abendessen und einem Tanz endet, bei dem die Mädchen und Jungen der Stadt in einem symbolischen Ritual vereint werden.

Der Pinheiro de Guimarães-Weihnachtsbaum

Während der Feierlichkeiten zu Ehren des Heiligen Nikolaus in Portugal findet am 29. November ein besonderes Ritual statt. Tausende von Menschen aus Guimarães und der Region Minho versammeln sich um einen Bullenwagen herum, der eine ganz besondere Ladung transportiert: einen riesigen Weihnachtsbaum, der am Ende der Nacht aufgestellt wird.

Der Heilige Nikolaus gilt als Inspiration für die kommerzielle Figur des Weihnachtsmanns und diese besondere portugiesische Tradition ist die Fortsetzung eines Brauchs, der von der Bruderschaft des Heiligen Nikolaus ins Leben gerufen wurde, die jedes Jahr ein Weihnachtsessen veranstaltete.

Der Baum wird im Morgengrauen geschnitten, durch das ganze Dorf transportiert und anschließend zu traditioneller portugiesischer Weihnachtsmusik dekoriert.

Magusto da Velha und die Kastanien der alten Dame

Am 26. Dezember wird dieses Fest zum Gedenken an eine wohlhabende alte Frau (Velha) gefeiert, deren Name unbekannt ist und die beschlossen hatte, Kastanien und Wein an die Stadtbewohner zu spenden, um sie in der Weihnachtszeit für ein Gebet in ihrem Namen zu bitten.

Daher gehen die Menschen von Aldeia Viçosa jedes Jahr am Tag nach Weihnachten über den Kirchplatz, um den Kirchturm hinaufzuklettern. Oben angekommen müssen sie von dort etwa 150 kg Kastanien in die Überreste des Madeiro-Lagerfeuers werfen, das auf dem Platz brennt.

Das Rathaus schenkt zu dieser Gelegenheit Wein aus als Begleitung für die Röstkastanien und die Bewohner verbringen den Nachmittag mit Geschichten über die Weihnachtszeit.

Der Weihnachtsbaum von Viana do Castelo

Diese portugiesische Stadt ist stolz darauf, den (laut ihrer Einwohner) höchsten Weihnachtsbaum in Europa zu haben.

Anfang Dezember erklimmen ein paar mutige junge Männer jedes Jahr einen jahrhundertealten Baum, der einige hundert Meter hoch ist. Dabei handelt es sich tatsächlich um eine echte Herausforderung, die nur für diejenigen geeignet ist, die ihr Leben gerne aufs Spiel setzen.

Ist es in Portugal an Weihnachten warm?

Wenn Sie planen, Weihnachten in Portugal zu verbringen, dann ist das Wetter ein wichtiger Faktor, den Sie berücksichtigen sollten. Im Winter und während der Festtage herrscht in Portugal ein mildes Klima und im Allgemeinen angenehmes Wetter. Generell gilt: Je weiter man in den Süden kommt, desto wärmer ist es, wobei die Algarve (die südlichste Region Portugals) zu Weihnachten die wärmste Region des Landes ist. An der Algarve können Sie im Dezember mit Temperaturen von maximal 18°C und durchschnittlichen Tiefsttemperaturen von 10°C rechnen.

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