Setúbal ist attraktiver denn je für Immobilieninvestoren

Blick auf den Hafen von Setúbal / CC BY-NC-SA
Blick auf den Hafen von Setúbal / CC BY-NC-SA
28 Februar 2019, Redaktion

Setúbal, am Südufer de Tejo, galt einst als „hässlich“ und „schmutzig“. Doch diese Zeiten sind längst vorbei. Heutzutage ist Setúbal eine Stadt, die Investoren aus dem In- und Ausland anzieht. Neue Wohnkomplexe, Ferienunterkünfte und Geschäftsideen entstehen. Aber es existieren auch viele Projekte, die nicht über die Planungsphase hinausgekommen sind.

Stadtsanierung im Zentrum und vielen anderen Stadtteilen

In Bezug auf die Baubranche erzählt die Bürgermeisterin von Setúbal, Maria das Dores Meira, dass „in den letzten vier Jahren vor allem Altbauten gekauft wurden, um sie zu sanieren, insbesondere im historischen Zentrum. Dieser Trend hat sich jedoch auch auf andere Bereiche der Stadt ausgebreitet“.

Das Stadtoberhaupt erklärt außerdem, dass diese Konzentration auf alte Immobilien auf „das Fehlen von Neubau-Immobilien zurückzuführen ist, die jetzt wieder auftauchen, aber auch auf die enorme Nachfrage von Ausländern, darunter viele Franzosen, Belgier und Brasilianer, die sich hier niederlassen möchten, da sie das Klima, die Stadt und die vielen Dinge, die sie zu bieten hat, mögen“.

Maria das Dores Meira, Bürgermeisterin von Setúbal / Carla Celestino
Maria das Dores Meira, Bürgermeisterin von Setúbal / Carla Celestino

Ferienunterkünfte auf einen Blick

Die Vermietung von Ferienwohnungen (Alojamento Local AL) gehört zu den dynamischsten Aktivitäten in Setúbal. Nach Angaben des portugiesischen Tourismusregisters gibt es 447 Ferienunterkünfte in der Gemeinde und es kommen täglich neue hinzu.

Die Bürgermeisterin bestätigt diese Entwicklung. „Setúbal wurde endlich als Stadt mit vielen interessanten Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten für Urlauber entdeckt. Daher die starke Nachfrage nach neuen Investitionsmöglichkeiten in Ferienunterkünfte und Hotels.“

Hafen von Setúbal
Hafen von Setúbal

Sie fügt hinzu: „Wir beobachten einen starken Anstieg des Tourismus aus unterschiedlichen Ländern. Unsere Restaurants sind so belebt wie noch nie, täglich öffnen neue Geschäfte und unsere Übernachtungskapazitäten, abgesehen von den Ferienwohnungen, steigen ständig.“

Neue Investitionen auf dem Vormarsch

In Bezug auf dieses neue Phänomen weist Maria das Dores Meira darauf hin, dass „die Bemühungen vieler Geschäftsleute, aber auch die Arbeit der Gemeinde, die in den letzten Jahren viele Millionen Euro in die Sanierung einer als hässlich, grau und manchmal sogar schmutzig geltenden Stadt investiert hat, viel zur Verbesserung des Images der Stadt beigetragen haben“.

CMS
CMS

Ohne preisgeben zu wollen, welche Projekte noch in der Entwicklungsphase stecken, bestätigt die Bürgermeisterin von Setúbal, dass es „zahlreiche Investitionsprojekte gibt, von denen viele bereits in trockenen Tüchern stecken, während andere noch verhandelt werden. Durch diese Investitionen werden wir in den nächsten drei Jahren unsere Attraktivität als Urlaubs- und Investitionsziel weiter stärken können“.

Und auf die Frage, ob der Immobilieninvestor Macau Legend noch an Setúbal interessiert ist, antwortet Maria das Dores Meira kategorisch: „Ja, er ist immer noch am Bau eines Jachthafens und einer unterstützenden Infrastruktur mit entsprechenden Immobilienkomplexen interessiert.“ Sie fügt hinzu, dass „der Fortschritt des Prozesses nun von der öffentlichen Ausschreibung durch die APSS für die Konzession dieser neuen Marina abhängt“.

Der Investor ESTAMO hingegen hat auf seiner Website das ehemalige Convento de São Francisco in Lugar de São Francisco zum Verkauf angeboten, dessen gemischt genutztes Grundstück 78.449 m2 groß ist. An der Avenida da Independência das Colónias liegt ebenfalls ein 994,30 m2 großes Baugrundstück. Und eine Villa auf der Rua Tebaida, 9, mit einer Grundfläche von 925,05 m2.

Die Arbeiten schreiten zügig voran

Die Arbeiten im Forte de Albarquel unter der Schirmherrschaft des Helen Hamly Trust wurden Ende letzten Jahres abgeschlossen. Die alte Festung wird ab Anfang 2019 ein Kunst- und Kulturzentrum beherbergen. Gleichzeitig wird das Zentrum auch als Konzertsaal und Besucherzentrum genutzt werden, um offizielle Besucher oder Investoren zu empfangen.

Diese Sanierung wurde durch die Übertragung der Festung vom portugiesischen Verteidigungsministerium an die Gemeinde Setúbal ermöglicht, die ihrerseits gemäß des Lei do Mecenato und der Leis Inglesas e do País de Gales eine Stiftung mit einem Kapital von 773.259,21 Euro gründete.

Das angrenzende Grundstück, das sogenannte Bataria de Albarquel, wurde von der Libertas-Gruppe für den Bau einer Hotelanlage erworben. Die Vertreterin der Gruppe, Cecile Gonçalves, bestätigte diesen Kauf und erklärte ohne weitere Angaben, dass das Projekt „derzeit vom Stadtrat von Setúbal geprüft wird“.

Bemerkenswert ist auch die Pousada de Setúbal in Forte de S. Filipe, die seit 2014 wegen Statikproblemen am Hang des Arrábida-Gebirges geschlossen ist. In die Sanierung und den Ausbau dieses historischen Gebäudes wird 1 Million Euro investiert, um die Anzahl der Gästezimmer von 16 auf 35 zu erhöhen. Außerdem entstehen 10 neue Arbeitsplätze, die zu den 15 bereits bestehenden hinzukommen. Die Pestana Hotel Group – die die Lizenzen der Pousadas de Portugal innehaben – erklärt, dass das Hotel in Segúbal 2020 wiedereröffnet werden solle.

Setúbal im Surf-Fieber

Die Movimento Pensar Setúbal (MPS) unterstützt verschiedene Geschäftsinitiativen, um innovative Unternehmen und Projekte anzuziehen, die lokale Bevölkerung langfristig an den Ort zu binden und Arbeitsplätze zu schaffen.

Hafen von Setúbal
Hafen von Setúbal

Der Zweite Vorsitzende Orlando Santos verriet gegenüber idealista/news, dass momentan zwei Projekte entwickelt werden, die mit dem Tourismus zusammenhängen und sich direkt am Wasser befinden, eines am Fluss Sado und das andere am Tejo. „Am Ufer des Tejo wird ein Themenpark rund ums Surfen entstehen, der künstliche Wellen erzeugt.“

Das Projekt wird auf einer Fläche von 20 Hektar entstehen und mit einer großen Hotelanlage verbunden sein, die auf das Surfen und für Familien ausgelegt ist. Ohne Namen zu nennen, sagt Orlando Santos, dass das Projekt „von einem britischen Investor mit viel internationaler Erfahrung entwickelt wird“.

Im Rahmen des Juncker-Plans konnte die MPS auch eine Reihe von Unternehmen aus der Industrie, der Landwirtschaft, dem Fremdenverkehr und soziale Einrichtungen unterstützen, damit sie sich in Setúbal niederlassen konnten. Eines dieser Projekte „befindet sich bereits in einem sehr fortgeschrittenen Stadium und es besteht bereits eine Vereinbarung über die Belegung der Immobilien im Gewerbegebiet BlueBiz durch ein Unternehmen, das 30 Arbeitsplätze im technischen Bereich schaffen wird“.

Projekte mit ungewisser Zukunft

Es gibt aber auch zahlreiche andere Projekte, über die in Setúbal schon lange gesprochen wird, die aber immer noch in der Schublade liegen.

Eines dieser Projekte wird von The Edge Group entwickelt. Ursprünglich wollte sie das Setúbal Center errichten, aber der Bau des Alegro Shopping Centers änderte die Meinung dieses Bauträgers, der dieses Grundstück nun anders nutzen kann.

The Edge Group
The Edge Group

Nach den neuesten Nachrichten handelt es sich um eine Investition von 30 Millionen Euro auf einer Fläche von 30.000 m2, auf der ein Wohngebiet entstehen soll. Das Projekt ist noch in der Genehmigungsphase und sieht den Bau einer Reihe von Wohngebäuden mit einem gemeinsamen zentralen Gartenbereich vor, die sich an Käufer aus der gehobenen Mittelklasse richten. Auf Anfrage von idealista/news bestätigt The Edge Group diese Informationen, weist jedoch darauf hin, dass dies nicht der passende Zeitpunkt sei, um über dieses Thema zu sprechen.

Über das Projekt der israelischen Gruppe New Lineo Cinemas (NLC), Eigentümerin der Cinema City in Portugal, wird ebenfalls geschwiegen. Dieser Investor plant das Wohnprojekt „Nova Sintra“ und ein neues Hotel in Setúbal.

Mitten im Arrábida-Gebirge liegt die sogenannte 7. Bataria da Arrábida, im Eigentum der portugiesischen Regierung, über die bereits viel geschrieben und diskutiert wurde. Obwohl in der Presse über ein Gebäude berichtet wird, dass in einen Tourismuskomplex (Hotel und Seilbahn) umgewandelt werden soll, liegen bisher keine konkreten Daten zu diesem Projekt vor.

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