So reagiert der portugiesische Immobilienmarkt auf die Coronakrise

Das Portal Out of the Box - Immobilien & Finanzen hat eine Umfrage durchgeführt, aus der hervorgeht, wie sich Käufer und Verkäufer auf engstem Raum verhalten

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Foto von Joel Muniz auf Unsplash
13 April 2020, Redaktion

Die Immobilienexperten Gonçalo Nascimento Rodrigues und Massimo Forte forderten kürzlich Immobilienmakler in Portugal auf, einige Fragen dazu zu beantworten, wie der Markt sowohl auf der Seite von Käufern als auch von Verkäufern angesichts der aktuellen Unsicherheit aufgrund der Corona-Pandemie reagiert. Dies sind die wichtigsten Schlussfolgerungen der Umfrage „Wie reagiert der Immobilienmarkt?“, die von der Website Out of the Box - Real Estate & Finance durchgeführt wurde.

Die Ergebnisse der Ende März 2020 (22.-24.) durchgeführten Umfrage mit 792 gültigen Antworten und insgesamt 1.639 Teilnehmern wurden in einem Live-Stream auf Facebook präsentiert und hatten ein großes virtuelles Publikum. Die an Fachleute gestellten Fragen und ihre Antworten beziehen sich auf die Immobilienaktivitäten in den letzten zwei Märzwochen seit der Verhängung des Alarmzustands in Portugal am 18. März 2020.

Der portugiesische Immobilienmarkt begann das Jahr 2020 stark, doch laut der Studie verzeichneten über 90% der Befragten einen Rückgang der Kaufinteressenten. Gonçalo Nascimento Rodrigues hebt hervor daran, dass diese Zeit auf einen Zeitraum umfasst, „als die Menschen noch mit relativer Ruhe arbeiteten“. Auf der Seite der verkaufenden Kunden ist die Wahrnehmung sehr ähnlich: Fast 80% der Makler geben an, dass die Anzahl potenzieller Kunden, die am Verkauf ihrer Häuser interessiert sind, zurückgegangen ist.

Für Gonçalo Nascimento Rodrigues zeigen diese Zahlen einen „Zusammenbruch des Immobilienmarktes sowohl auf der Käufer- als auch auf der Verkäuferseite".

Die Umfrage zeigt auch, dass die Mehrheit der Kunden (69%), die bereits mit Maklern verhandelt haben, den Verkauf ihrer Immobilien nicht aufgegeben haben; dies war nur bei nur 21% der Verkäufer der Fall. Diese Entwicklung wird von beiden Experten als „natürlich“ angesehen. Auf der Seite der Käufer ist das Szenario ganz anders: Fast die Hälfte der Kunden hat ihre Kaufabsichten aufgegeben (47%).

Auf die Frage „Ist ein Kunde von einem unterschriebenem Kaufvertrag zurückgetreten?“ antworteten die Makler mit großer Mehrheit mit „Nein“ (79%). Nur 21% gaben an, Kunden zu haben, die vom Vertrag zurückgetreten sind.

Gonçalo Nascimento Rodrigues weist auf verschiedene Aspekte hin, die die Entscheidungsfindung der Anleger im gegenwärtigen Klima belasten werden, wie z. B. ihre finanzielle Leistungsfähigkeit, Erwartungen für die Zukunft, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Abwertung einer Immobilie. Massimo Forte fügt auch emotionale Faktoren wie Angst oder Panik hinzu, die Entscheidungen aufgrund der aktuellen Situation beeinflussen können. Für Nascimento Rodrigues wäre es daher wichtig, dass die portugiesische Regierung Gesetze zur Einführung von Aufschiebungen für Beurkundungen verabschiedet.

Die Umfrage zeigt auch, dass die Mehrheit der Makler keine Besichtigungen oder anderweitige Termine mehr durchführt. Auf die Frage „Organisieren Sie weiterhin Besichtigungen?“ antworteten 64,52% der Makler mit „Nein“, was laut Experten völlig natürlich ist. Dies ist im Moment unvermeidlich.

Wie planen die Immobilienmakler diese Zeit im Ausnahmezustand zu investieren? Den Umfrageergebnissen zufolge beabsichtigen die Makler, hauptsächlich in Online-Schulungen, Webinare, virtuelle Konferenzen und den Kundenkontakt zu investieren. Dies wird von Experten als „äußerst wichtig“ eingestuft, da es wichtig ist, dass die Makler aktiv bleiben und sich regelmäßig über die Entwicklung auf dem Markt informieren.

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