Immobilienpreise in Portugal steigen 2019 weniger stark

Charlón on VisualHunt / CC BY-NC-NDCopy
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11 März 2019, Redaktion

Die Immobilienpreise in Portugal werden 2019 weiter steigen, wenn auch langsamer als in den letzten Jahren. Damit folgen sie einem allgemeinen Trend in Europa, so die Prognose von Standard & Poor's (S&P). Nach dem Boom werden die Preise in diesem Jahr voraussichtlich um 5% steigen und sich in den Jahren 2020-2021 bei einem durchschnittlichen Anstieg von 4% einpendeln, nachdem sie im ersten Quartal 2018 um rekordverdächtige 12% gestiegen waren. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen dürften „weitgehend günstig“ bleiben, ebenso wie das Interesse ausländischer Investoren am portugiesischen Immobilienmarkt.

Gemäß der amerikanischen Kredit-Ratingagentur sind Immobilien in Portugal „immer noch relativ billig“ und für Ausländer attraktiv, da sie von steuerlichen Anreizen wie dem Goldenen Visum oder vereinfachten Aufenthaltsbedingungen profitieren können.

Aus dem jüngsten Bericht der Ratingagentur geht hervor, dass das Ungleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage fortbesteht, da die Investitionen - auch wenn sie schnell voranschreiten - nicht ausreichen, um den Wohnungsbedarf zu decken, der sich noch nicht wieder auf Vorkrisenniveau befindet.

Verlangsamter Preisanstieg auf dem Immobilienmarkt

Der Preisanstieg im Jahr 2018 hat sich deutlich abgeschwächt, von 12% im ersten Quartal auf 8% im dritten Quartal. Laut S&P trugen die von der portugiesischen Zentralbank (Banco do Portugal – BdP) veranlassten Maßnahmen, die die Kreditvergabe für den Kauf von Eigenheimen erschwerten, zu dieser Abschwächung bei.

Der Bericht der Ratingagentur, der eine Prognose für den portugiesischen Immobilienmarkt für das Jahr 2019 liefert, kommt zu dem Ergebnis, dass die Preiserhöhungen der Immobilien, die über der Einkommenssteigerung der Käufer liegen, die Kaufkraft der Portugiesen einschränken.

Ein stabiles Wirtschaftswachstum, der Rückgang der Arbeitslosenquote und steigende Haushaltseinkommen sind allesamt Faktoren, die die Nachfrage nach Immobilien weiterhin stützen. Dazu kommen außerdem die ausländischen Investitionen, die laut S&P zur Dynamik des Marktes beitrugen.

Auslandsnachfrage belebt den portugiesischen Immobilienmarkt

S&P prognostiziert eine Verlangsamung des Wirtschaftswachstums und einen langsameren Produktivitätsanstieg. „Es wird erwartet, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt weiter verbessern wird, auch wenn die Gewinne wahrscheinlich geringer ausfallen werden“, heißt es in dem Bericht der amerikanischen Ratingagentur.

Die „strengeren Kriterien bei der Gewährung von Darlehen“ deuten ebenfalls auf eine Verlangsamung der Nachfrage hin, fügt die Agentur hinzu, was auf eine weitere Abschwächung der Nachfrage nach Wohnungsbaudarlehen hinweist.

Strengere Regeln für die kurzfristige Vermietung könnten einige nationale und internationale Investoren abschrecken, obwohl andere Faktoren, die für ausländische Käufer relevant sind, voraussichtlich „weitgehend intakt“ bleiben werden.

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