Die Immobilienpreise in Portugal werden 2020 voraussichtlich um 2,5% fallen

Standard & Poor's geht jedoch von einer raschen Erholung aus

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Foto von Diego García auf Unsplash
25 Mai 2020, Redaktion

Die Ökonomen von Standard & Poor's (S & P) gehen davon aus, dass die Immobilienpreise in fast allen europäischen Ländern dieses Jahr aufgrund der wirtschaftlichen Auswirkungen der COVID-19-Pandemie sinken werden. Die Ratingagentur prognostiziert einen Rückgang der Immobilienpreise in Portugal um 2,5%, nachdem die Preise vor Beginn der Coronakrise gestiegen waren, deutet jedoch auf eine rasche Erholung und ein starkes Wachstum bis 2022 hin.

In ihrem Bericht „Economic Research: Government Job Support Will Stem European Housing Market Price Falls“ hat die Ratingagentur kürzlich eine Analyse des Wohnimmobilienmarktes in Europa durchgeführt, die sich hauptsächlich mit den Folgen der Coronakrise befasste. Die Ergebnisse deuten auf eine vielversprechende Zukunft hin, da allgemein von unwesentlichen Preisrückgängen ausgegangen wird.

„Wir schätzen, dass die Immobilienpreise in Irland, Italien, Spanien und Großbritannien zwischen 3% und 3,5%, in Portugal zwischen um 2,5% und in Belgien, Frankreich und Deutschland zwischen 1,2% und 1,4% fallen werden“, so Boris Glass, Senior Economist bei S & P Global Ratings, der in einer kürzlich veröffentlichten Stellungsnahme zitiert wird. „Lediglich in der Schweiz erwarten wir dieses Jahr einen weiteren Preisanstieg von mindestens 0,5%“, fügt Glass hinzu.

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S & P

Beschäftigungsförderung kann Preisverfall stoppen

Dennoch erwartet S & P, dass sich die Märkte schneller als erwartet erholen werden. Die Ratingagentur ist zuversichtlich, dass die Preise bis Ende 2022 wieder schnell steigen werden, vor allem aufgrund der groß angelegten Unterstützung durch die Regierung. Laut S & P wird erwartet, dass die Unterstützung die Arbeitslosenquote stabil enthält und folglich die Immobilienpreise sinkt.

Darüber hinaus unterstreicht S & P die raschen Maßnahmen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Begrenzung der Verschlechterung der Kreditbedingungen und ist der Ansicht, dass die Geldpolitik „auch nach der Erholung der Volkswirtschaften weiterhin äußerst flexibel und wohlwollend sein sollte".

„Derzeit sparen die Haushalte“, was nach Ansicht von Glass „dazu beitragen dürfte, die Erholung der Wirtschaft und des Immobilienmarktes voranzutreiben, da die Maßnahmen zur Eindämmung des Virus aufgehoben werden und die Volkswirtschaften allmählich wieder zur Normalität zurückkehren“.

Die Ratingagentur warnt in dem Bericht jedoch davor, dass die Prognosen erneut revidiert werden könnten, falls das Coronavirus im Herbst erneut ausbricht oder der Arbeitsmarkt nicht positiv auf die Maßnahmen der Regierung reagiert.

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