Mieten oder kaufen? In weniger als 20 Jahren zur Miete haben Sie Ihr Haus abbezahlt

Mieten oder kaufen? In weniger als 20 Jahren zur Miete haben Sie Ihr Haus abbezahlt
Mieten oder kaufen? In weniger als 20 Jahren zur Miete haben Sie Ihr Haus abbezahlt
4 Juni 2018, Redaktion

Nach Angaben des portugiesischen Statistikamtes INE ist der Kauf eines Eigenheims in allen Teilen Portugals auf lange Sicht günstiger als zur Miete zu wohnen. Aufgrund der aktuell hohen Mietpreise und wenn Sie über die erforderlichen Ersparnisse für die Anzahlung einer Immobilie verfügen, hätten Sie nach 18 Jahren zur Miete Ihr Eigenheim komplett abbezahlt. Dies trifft sogar auch auf diejenigen Regionen Portugals zu, in denen die durchschnittlichen Immobilienpreise über dem landesweiten Durchschnitt liegen.

Die portugiesische Wirtschaftszeitung ECO führte ihre Berechnungen auf Grundlage der vom INE veröffentlichten Durchschnittspreise für Miete und Verkauf für jede Distrikthauptstadt Portugals durch. Bei den Mietverträgen wurden nur die Mietpreise berücksichtigt.

Beim Immobilienkauf gilt es laut ECO zwei Faktoren zu berücksichtigen: den Kaufpreis der Immobilie und die Kosten, die mit dem Eigentum an dem Haus oder der Wohnung verbunden sind (Ratenzahlungen, Zinsen, Versicherungen und Provisionen), die jährliche Kommunalsteuer auf Immobilien (IMI), die Grunderwerbsteuer (IMT) und die zum Zeitpunkt des Kaufs fällige Stempelsteuer.

In beiden Fällen – Eigentum und Miete – hat die Zeitung Nebenkosten wie Wasser, Strom und Gas nicht eingerechnet.

Alles genau durchrechnen

So kostet der Kauf eines 100 m2 großen Hauses in Portugal 93.200 Euro. Die Miete für das gleiche Haus kostet monatlich 439 Euro.

Das heißt, wenn Sie heute einen Mietvertrag abschließen, hätten Sie vor Ablauf von 18 Jahren mit der gezahlten Miete das Haus abbezahlt, vorausgesetzt, die Miete bleibt in diesem Zeitraum beständig. Nach Angaben der Banco de Portugal werden die meisten Darlehen für den Kauf eines Eigenheims mit einer Laufzeit von über 30 Jahren abgeschlossen.

Die Online-Zeitung fügt außerdem hinzu, dass die Tilgung des Kaufpreises eventuell noch schneller gehen könnte. In Braga, Santarém und Beja müssten Mieter keine 15 Jahre lang Miete zahlen, um den Kaufpreis der Immobilie abzubezahlen. In Lissabon werden 21 Jahre benötigt, um anhand der Mieten den Preis der Immobilie aufzubringen.

Die Werte variieren von Region zu Region; sie haben allerdings eines gemeinsam: Am Monatsende, selbst wenn man die Kosten für Steuern, Versicherungen, Provisionen und Zinsen hinzurechnet, ist die Miete immer höher als die Ratenzahlung im Falle eines Kaufes. Die Kostenunterschiede liegen bei bis zu 60%.

In welcher Stadt lohnt es sich am wenigsten, zur Miete zu wohnen?

Die Kostenunterschiede liegen bei bis zu 60%. In Lissabon, der teuersten Gegend Portugals für den Kauf eines Eigenheims oder die Mietung einer Immobilie, ist der Unterschied zwischen beiden Optionen laut ECO-Berechnungen am geringsten. Die Miete für eine Wohnimmobilie in der portugiesischen Hauptstadt kostet durchschnittlich 962 Euro pro Monat. Der Kauf derselben Immobilie würde durchschnittlich 243.800 Euro kosten. Wenn man am Ende des Monats alle Kosten zusammenfasst, müsste der Eigentümer einer Immobilie in Lissabon 30 Jahre lang 853 Euro pro Monat zahlen.

In Porto, wo die Wohnkosten ebenfalls viel höher sind als im Landesdurchschnitt, kostet die Miete eines 100 Quadratmeter großen Hauses 677 Euro pro Monat. Die monatlichen Kosten für den Kauf desselben Objekts betragen 450 Euro pro Monat über einen Zeitraum von 30 Jahren.

Am unteren Ende der Rechnung liegt Beja; in dieser Stadt ist die Differenz zwischen Miet- und Kaufkosten am größten: zur Miete zu wohnen kostet 68,9% mehr, heißt es in der Zeitung.

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